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Neue OZ: Vergewaltigung als Waffe

Archivmeldung vom 10.06.2011

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.06.2011 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Das erste Opfer des Krieges ist bekanntlich die Wahrheit. Insofern sind bei Meldungen aus Kampfgebieten stets Misstrauen und Skepsis angebracht. Denn oft genug gibt es etwas zu vertuschen, viel zu selten aber die Möglichkeit, Angaben zu überprüfen. Zielgerichtete Propaganda und Irreführung tun ein Übriges, um die Lage zu vernebeln. Das heißt: Auch die Vorwürfe, Libyens Diktator Gaddafi habe zu Vergewaltigungen angestiftet, sind mit Vorsicht zu bewerten.

Ernst nehmen muss man sie gleichwohl. Denn es gibt nicht zum ersten Mal solche Indizien. Zudem sind die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte und der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag zwei überaus seriöse Persönlichkeiten, denen zunächst keine Parteilichkeit unterstellt werden kann.

Hinzu kommt Gaddafis grausame Vergangenheit. Ob nun beim Anschlag auf einen Jumbojet über Schottland oder beim Attentat auf die Gäste der Berliner Disco "La Belle", immer wieder gab es die Spur in Richtung Libyen. Dass Gaddafi nun Krieg gegen sein eigenes Volk führt, passt ins Schreckensbild. Auch ein Blick in die Opferchroniken anderer Krisengebiete verstärkt dunkle Ahnungen. Man muss gar nicht bis zum Zweiten Weltkrieg zurückgehen, da wurden Vergewaltigungen auch vor unserer Haustür massenhaft als Kriegswaffe eingesetzt: Im Bosnienkrieg litten schätzungsweise 30 000 Opfer unter sexueller Gewalt.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

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