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Neue OZ: Labour ist ausgezehrt

Archivmeldung vom 10.06.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.06.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Ein Gordon Brown kippt nicht um, nur weil ihm der Gegenwind ins Gesicht bläst. Der britische Premier ist Machtpolitiker genug, die Nerven in Krisen zu bewahren. Der Spesenskandal, die Kabinettsrebellion, die Schlappe bei der Europawahl und eine miserable Presse sind wahrlich alles andere als schön für Brown und seine Labour Party.

Doch was ist die Alternative: Rücktritt und vorgezogene Neuwahl? Was hätte die Arbeiterpartei dadurch gewonnen? Nichts, außer den sofortigen Machtverlust.

Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die Labour-Funktionäre nun ihren Premier demonstrativ beklatschen. Die Rebellen hat Brown zügig durch seine Zöglinge ersetzt, die ihrem Förderer auch die Schuhe putzen würden. Und den Übrigen dürfte aufgefallen sein, dass ein politischer Königsmord vielleicht wünschenswert wäre - für einen Neuanfang der Partei und wohl auch für das Land. Denn die Frage stellt sich, ob ein angeschlagener Brown Großbritannien durch die Weltwirtschaftskrise lenken kann. Doch wer könnte ihn beerben?

Labour - und das sagt viel über den ausgezehrten Zustand der Partei nach Jahren der Regierungsverantwortung - hat derzeit keinen Besseren. Brown hofft nun auf ein politisches Wunder, auf einen Stimmungsumschwung bis zur Wahl 2010. Die Konservativen sollten aber nicht glauben, sie hätten schon gesiegt.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

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