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Rheinische Post: Papst am Zuge

Archivmeldung vom 06.03.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.03.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Wenn der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, in der kommenden Woche zur Audienz beim Papst aufbricht, reist er mit schweren Gepäck. Beinahe täglich eintreffende Verdachts- oder Tatsachenmeldungen über lüsterne Geistliche, über prügelnde Priester und Ordensmänner im Schuldienst bleiben für sich genommen schlimme Ausnahmen.

Aber die Häufung der Einzelfälle und vor allem deren Widerwärtigkeit sind es, was die Menschen empört  besonders diejenigen, denen die Kirche und deren Sendung in der Welt wichtig erscheint. Ein Drehbuch zu diesem nicht enden wollenden Schurkenstück aus dem geistlichen Raum hätte ein notorischer Kirchenfeind nicht listiger konzipieren können. Verweht ist der in Deutschland spürbare Schwung der Anfangsjahre "unseres" Papstes. Benedikt XVI. muss jetzt noch einmal versuchen, die Menschen ähnlich zu verblüffen und zu überzeugen wie nach seiner Wahl 2005. "Unser" Papst müsste mit der ganzen Autorität seines Amtes in die Offensive gehen und zeigen, dass er nicht nur ein großer Gelehrter ist, sondern auch ein Ausmister. Er sollte  bildlich formuliert  Unholde im Priestergewand aus dem Tempel treiben.

Quelle: Rheinische Post

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