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Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema Deutsche Bank

Archivmeldung vom 27.05.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.05.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann bleibt bei seinem umstrittenen Renditeziel von 25 Prozent. Dass er dafür bei der Hauptversammlung von den Aktionären Beifall erhielt, verwundert nicht.

Sie verdienen über steigende Kurse mit, falls die Bank tatsächlich so gute Geschäfte machen sollte. Und doch sendet Ackermann damit ein fatales Signal aus. Wieder einmal wird die Gier - von Bankern wie Anlegern - deutlich. 25 Prozent Rendite aufs Eigenkapital sind ohne Risiko nicht zu erzielen. An Ackermann aber prallt die Kritik ab. Er fühlt sich auf der sicheren Seite. Wohl ein Grund dafür ist, dass die Deutsche Bank nach wie vor keine oder nur indirekt Staatshilfe in Anspruch nimmt - ein Pluspunkt, auf den Ackermann gerne verweist. Ebenso lässt er sich dafür feiern, dass sein Institut im ersten Quartal 1,2 Milliarden Euro Gewinn erzielt hat. Bei näherem Hinsehen verliert die Zahl aber an Glanz: Hätte die Bank die Bilanzierungsregeln aus dem vergangenen Jahr angewendet, wäre der Gewinn wesentlich geringer ausgefallen, wie Experten wissen. Skepsis bleibt angeraten - gerade bei Bankbilanzen.

Quelle: Westfalen-Blatt

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