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Märkische Oderzeitung: zum italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi

Archivmeldung vom 01.03.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.03.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Er bleibt sich treu: Kaum erreichte Silvio Berlusconi einen Erfolg im Prozess gegen seinen Anwalt, nahm er den Mund in gewohnter Manier voll und bezeichnete ihm unbequeme Staatsanwälte und Richter als "Taliban".

Umso verwunderlicher, dass er nach der Entscheidung, das Verfahren gegen ihn wegen Bestechung fortzuführen, nicht noch weiter nachlegte. Diese Entscheidung der Mailänder Richter ist nur zu begrüßen, bleibt so doch die Hoffnung, dass die massiven Korruptions- und Mafia-Vorwürfe gegen Berlusconi doch noch aufgeklärt werden. Freilich droht, dass sich der listige Regierungschef mit Justizreformen den Verfahren gegen ihn entzieht. Politisch sitzt Berlusconi dazu noch fest im Sattel. Auch wenn Italiens Opposition jetzt eine Großdemonstration zustande brachte, so ist sie doch zerstritten und hat keinen charismatischen Gegenkandidaten von Format in ihren Reihen. Bei Umfragen erreicht Berlusconi - auch allen Sexskandalen zum Trotz - weiter die Mehrheit. So spricht einiges dafür, dass er auch die anstehenden Regionalwahlen ohne große Verluste übersteht.

Quelle: Märkische Oderzeitung

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