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Westfalenpost: Englischprüfung für Zehntklässler

Archivmeldung vom 24.05.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.05.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott

Nachgesessen - und etwas daraus gemacht. Das Schulministerium hat eine befriedigende, faire Lösung gefunden, um das Problem mit der zentralen Englisch-Prüfung in den zehnten Klassen aus der Welt zu schaffen. Alle Jugendlichen die Klausur nachschreiben zu lassen, das hätte nach der großen Aufregung über den Schwierigkeitsgrad der Prüfung zusätzlichen Stress für die Schüler bedeutet. Mal abgesehen davon, dass sich diejenigen dagegen gewehrt hätten, die mit ihrem Ergebnis durchaus zufrieden sind.

Allein das Bewertungsraster anzupassen, hätte auf der anderen Seite diejenigen klagen lassen, die vor lauter Schreck über den komplizierten Test nur ein leeres Blatt abgegeben haben. Mit der Lösung, die nun vorgelegt worden ist, Neubewertung oder auf Wunsch nachschreiben, müsste allen geholfen sein. Am Ende haben die Schüler vielleicht sogar gewonnen: die Erfahrung, dass es etwas bringt, sich in einer Demokratie einzumischen, zum Beispiel mit einer Petition.

Dass man durchaus etwas bewegen kann, wenn sich genügend Menschen für eine Sache einsetzen. Dennoch: Wiederholen darf sich das Desaster im kommenden Jahr nicht. Nun muss schnell geklärt werden, warum das Niveau der Prüfungsfragen so gar nicht zum Leistungsstand der Schüler passte.

Quelle: Westfalenpost (ots)

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