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Neue OZ: Wenn der Traum zerplatzt

Archivmeldung vom 30.06.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.06.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Es ist nicht nur der Traum von der Karriere als Arzt oder Lehrer, der zerplatzt: Wenn Geldsorgen Kinder aus einkommensschwachen Familien derartig vom Studium abhalten, wie eine neue Umfrage zeigt, droht sich die soziale Kluft in Deutschland zu vergrößern.

Familien aus der Mittel- und Oberschicht wissen schon lange: Ein Studium ist eine rentablere Investition als manch Engagement am Aktienmarkt. Die meisten Hochschulabsolventen holen die Kosten im Arbeitsleben locker wieder heraus. Im Schnitt haben Akademiker jährlich ein um 30 Prozent höheres Einkommen als Realschüler mit Ausbildung. Die Zeit im Hörsaal lohnt sich - auch wenn zunächst Gebühren anfallen, der Lebensunterhalt zu finanzieren ist und wenig Zeit zum Jobben bleibt. Einkommensschwache Familien mögen zwar ebenfalls die Rendite sehen - trauen sich aber oft nicht, die Belastungen eines Studiums zu stemmen. Die Folge: Diese Kinder können die Chance nicht nutzen, durch einen hohen Abschluss aufzusteigen.

Die Geldsorgen lassen sich nicht mit dem Verweis auf Studienkredite und Bafög wegwischen. Erstens durchschauen Abiturienten oft nicht das Dickicht an Finanzierungsangeboten der Banken. Zweitens fehlt weiterhin ein vollmundig versprochenes Stipendiensystem. Eines, das neben einzelnen Überfliegern vor allem in der Breite lernbegierige junge Menschen fördert. Damit jeder, der das Können hat, sich seinen Berufstraum erfüllen kann - egal wie wohlhabend seine Familie ist.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

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