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Rheinische Post: Sinnlose Bohrung

Archivmeldung vom 07.08.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Neue Technologien haben es bei uns immer etwas schwerer. Dieses Phänomen wird gern als der Deutschen generelle Technikfeindlichkeit beschrieben. Doch im Fall der Förderung von kleinen Mengen Erdgas, die durch das Fracking-Verfahren aus der Erde gepresst werden sollen, sind Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Verfahrens gerechtfertigt. Die Ergiebigkeit dieser Erdgas-Quellen ist mäßig. Jahrzehntelang waren sie sogar verpönt, galten als wirtschaftlich nicht nutzbar.

Jetzt wird Erdgas knapper und die Energieversorger können anders rechnen. Doch schon während der ersten Testbohrungen zeigen Untersuchungen, dass die Umwelt zu den Verlierern gehören wird. Die neue Studie über freiwerdende Radioaktivität kann allein den Ausstieg aus dem Fracking-Verfahren nicht begründen. Gemeinsam mit anderen Studien zu Flächenverbrauch, Grundwasserbelastung, Wasserbedarf und dem hohen Chemikalieneinsatz bei den Druckbohrungen ergibt sich aber ein warnendes Gesamtbild. Das neue Verfahren ist technisch machbar, aber die Summe der Argumente spricht dagegen. Mit wachsenden Umweltauflagen wird auch die Wirtschaftlichkeit verloren gehen. Für eine sichere Energieversorgung gibt es bessere Wege.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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