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WAZ: Streik und Proteste in Griechenland Selbst schuld?

Archivmeldung vom 05.05.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.05.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Da kratzt halb Europa die Milliarden zusammen, um Griechenland vor dem sicheren Bankrott zu retten - und wie danken es uns die Griechen? Demonstrieren wild drauf los, treten in den Generalstreik, besetzen gar die altehrwürdige Akropolis. Sollen sie doch ihre Drachme wieder einführen und uns in Ruhe lassen!

Schließlich sind Sie selbst schuld. Derartige Stammtisch-Analysen mögen gut klingen; mit der Realität haben sie nichts zu tun. Die griechischen Arbeiter, Beamten oder Rentner, die nun gegen die drastische Sparpolitik Athens auf die Straße gehen, haben die Staatspleite genauso wenig zu verantworten wie die Steuerzahler in Deutschland oder Frankreich, die mit öffentlichen Geldern in Milliardenhöhe dem EU-Partner unter die Arme greifen müssen. Die Griechen zahlen nun mit Lohnabschlag, Rentenkürzung und steigenden Preisen die Zeche für jene Politiker in Athen, die ihr Land mit falschen Bilanzen in den Euro hievten, für EU-Partner, die um des europäischen Friedens Willen bei den Tricksereien lieber nicht so genau hinsahen und für Finanzjongleure, die das Land gnadenlos in die Pleite zockten. Teuer wird die Pleite für alle in Euro-Land. Spott und Häme helfen da nicht weiter.

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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