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OSTSEE-ZEITUNG (Rostock) zu Wikileaks/Assange

Archivmeldung vom 08.12.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.12.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Der Staat dürfe nicht immer mehr über seine Bürger wissen und gleichzeitig immer mehr von seinen Aktivitäten vor seinen Bürgern geheim halten, glaubt Assange - und begreift seine weltweite virtuelle Wikileaks-Wandzeitung als jene "Propaganda der Tat", die die verschworene geschlossene Gesellschaft der Wissenden und damit Mächtigen transparenter machen soll.

Das Misstrauen gegen übermächtige, geheimniskrämerische und undurchschaubare Regierungen wird auch durch solche Zahlen angefacht, mit denen man sich nicht zuletzt wegen Wikileaks neuerdings genauer befasst. Und diese zunehmend kritische Beobachtung des eigenen, sonst nur allzu gern hinter Schleiern verborgenen Handelns sorgt auch für die heftigen Reaktionen insbesondere in den USA, wo Ex-Präsidentschaftsaspirant Mike Huckabee die Exekution Assanges befürwortete und Ex-Vizekandidatin Sarah Palin seine Verfolgung nach Taliban-Art forderte. In diesem ersten "Infokrieg" wird offenbar mit sehr harten Bandagen gekämpft.

Quelle: Ostsee-Zeitung

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