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Neue OZ: Das Wohl des Kindes

Archivmeldung vom 03.05.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.05.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Geht nicht gibt's nicht: Das scheint in Hollywood die Devise zu sein, wenn der Kinderwunsch erwacht. Auf Außenstehende wirkte etwa die Methode der Schauspielerin Angelina Jolie befremdlich, auf Reisen durch Entwicklungsländer Babys einzusammeln. Und auch Pop-Ikone Madonna wurde bei ihren Adoptions-Aktionen in Afrika mit Skepsis beobachtet.

Das Problem war die Haltung dieser Adoptivmütter. Nach dem Motto: Ich will ein Kind, also nehm ich mir eins. Von der Realität der meisten Menschen ist dies weit entfernt. In Deutschland werden vor allem sogenannte Stiefkinder adoptiert - also Kinder des Partners, die sowieso schon Familienmitglieder sind. Eine gute Chance, Zusammengehörigkeit auch nach außen zu demonstrieren und rechtlich abzusichern.

Wenn sich hingegen Kinderlose zur Adoption entschließen, sind sie bereit, große emotionale, physische und finanzielle Anstrengungen in Kauf zu nehmen. Das sind Hürden, die sich niemand leichtfertig zumutet.

Problematisch wird es erst, wenn bei Auslandsadoptionen nicht gesichert ist, dass alle Wege korrekt eingehalten wurden. Die Gefahr von Kinderhandel kann in armen Ländern nicht völlig ausgeschlossen werden. Umso wichtiger ist es, nicht das eigene Bedürfnis nach einem Kind, sondern das Wohl des Kindes ins Zentrum zu stellen.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

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