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Neue OZ: Pest und Cholera

Archivmeldung vom 12.05.2011

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.05.2011 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Die Griechen und ihre Gläubiger haben die Wahl zwischen Pest und Cholera. Wie sie sich in der Schuldenkrise auch entscheiden: Nichts geht ohne Risiken und Nebenwirkungen. So ist es unbestreitbar, dass die Sparmaßnahmen die Rezession noch verstärken. Das Land benötigt aber Wachstum, wenn es finanziell gesunden soll. Andererseits haben die Griechen lange über ihre Verhältnisse gelebt und große Schuldenberge angehäuft. Auf 143 Prozent der Wirtschaftsleistung summieren sich die Verbindlichkeiten, höchste Zeit für strikte Sparsamkeit und harte Reformen.

Auch alle noch so berechtigten Hinweise auf soziale Härten ändern daran nichts. Die Gläubiger müssen vielmehr darauf bestehen, dass die mit ihren Hilfen verbundenen Sparprogramme konsequent durchgezogen werden. Ansonsten entstünde der fatale Eindruck, niemand müsse sich mehr anstrengen, der Rest Europas zahle auch so. Genau dies aber darf nicht geschehen, auch deswegen, weil es noch mehr Problemländer in der EU gibt, siehe etwa Portugal und Irland. Auf einem anderen Blatt steht, ob weitere Hilfen gebilligt und Rückzahlungsfristen verlängert werden sollten. Hier sind Kompromisse angezeigt, schon allein um riskante Umschuldungen zu vermeiden, die mit heftigen Reaktionen der Finanzmärkte und verschärften Problemen in anderen Ländern verbunden sein könnten.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

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