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Westfalenpost: 25 Jahre Privatfernsehen in Deutschland

Archivmeldung vom 10.01.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.01.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Erst wurde nicht ernst genommen, was ab 1984 aus Ludwigshafen und Luxemburg kam: Zu billig war der Schund, mit dem das Privatfernsehen startete. Doch der Schund wird immer noch gesendet.

Bloß billig ist er nicht mehr, und er läuft nicht nur bei RTL und Sat 1 (und Pro7VoxSuperKabel1), sondern überall. Wie es so weit kommen konnte? Die Öffentlich-Rechtlichen waren so lahm, dass jeder Wind gut tat. Was kam, war grell, schrill und geschmacklos, aber oft frech und immer anders. Das reichte für den Anfang. Dann kamen die Quoten und bewiesen, dass das junge Publikum unterhalten werden wollte statt belehrt. Wer Zuschauer braucht, um Werbung zu verkaufen, muss liefern. Wer Gebühren hat, nicht. ARD und ZDF passten sich trotzdem an. Nicht so prollig und krawallig, aber ähnlich seicht. Es gibt die Nacht und Phoenix und Arte und 3Sat und Digitales. Es gibt tolle Programme (nicht nur US-Serien) bei den Privaten. Jeder kann finden, was er sucht. Das ist ein Fortschritt. Wo ist also ein Problem? Die Mehrheit, die Mitte, die kulturelle Hegemonie, die liegen heute mit RTL auf dem Boulevard. Wer es nachdenklich mag und nicht so laut, landet in der Nische. Das hat Auswirkungen über das Fernsehen hinaus: Der Lärm nimmt zu.

Quelle: Westfalenpost (von Harald Ries)

 

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