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WAZ: Miese Karten-Tricks

Archivmeldung vom 04.05.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.05.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Filialen und Schalter sind teuer und personalintensiv. Deshalb drängen die Banken ihre Kunden zum vielleicht sogar bequemeren bargeldlosen Bezahlen und zum Online-Banking. Die Sicherheit der Verbraucher bleibt bei dieser Strategie aber oft auf der Strecke. Das beweist der WDR-Test.

Die Probleme mit gefälschten Unterschriften und EC-Karten, die an Scheinadressen verschickt werden, sind bereits seit geraumer Zeit bekannt. Durchgreifend verändert hat sich aber nichts. Die Banken scheinen den Aufwand zu scheuen, den beispielsweise das Post-Ident-Verfahren mit sich bringt. Mit einem Ausweis muss man sich bei der Post legitimieren. Experten meinen sogar, dass die beigelegte Kopie des Personalausweises schon mehr Sicherheit gewährleiste.

Datenschützer sprechen von "erheblichen organisatorischen Mängeln". Die Banken-Organisationen indes verweisen auf die kriminelle Energie, gegen die sie sich nicht vollends schützen könnten. Der Dumme ist am Ende ohnehin der Verbraucher, der seinen Rechten hinterher laufen muss, wenn er Opfer eines Betrugs geworden ist.

Sicherheit kann nur entstehen, wenn dem schwunghaften Handel mit Kundendaten im Internet ein Riegel vorgeschoben wird. Auch hier ist kriminelle Energie am Werk und ein Konzept gegen Datenklau nicht in Sicht. 

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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