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Rheinische Post: Nahost-Gefahren

Archivmeldung vom 06.11.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.11.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas will bei der für Januar angesetzten Wahl nicht mehr kandidieren. Man mag das in Israel mit einem "Gott sei Dank" quittieren, mit Achselzucken oder einem auftrumpfenden Lächeln. Doch den Kern trifft das nicht. Abbas ist verbittert, dass den festgefahrenen Friedensgespräche mit Jerusalem kein belebender Odem eingehaucht werden kann.

Der Palästinenser will vor Gesprächen einen Stopp der illegalen Siedlungspolitik, Israel lehnt das ab und die USA, die sich vollmundig als ehrlichen Makler empfahlen, schwenken nun erneut auf die Seite Israels. Tritt Abbas wirklich nicht mehr an, droht innerhalb der Palästinenser eine Radikalisierung. Mit der extremen Hamas war Abbas sowieso schon über Kreuz. Sie wittert Morgenluft sollte sich der PLO-Chef zurückziehen. Israel drohen sehr unsichere Zeiten. Daran trägt es eine Mitschuld, denn die rechtsnationale Regierung Netanjahu tat alles, um Abbas zu keinem Erfolg kommen zu lassen. Elektrisieren muss Israel die Aufrüstung der libanesischen Hisbollah. Die auf See aufgebrachte Waffenlieferung ist ein Indiz für offensichtliche Vorbereitungen zum Krieg. In Jerusalem gab es vor wenigen Tagen Straßenschlachten mit Palästinensern. Im Nahen Osten brodelt es gewaltig.

Quelle: Rheinische Post

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