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Rheinische Post: Mixa, Bischof a.D.

Archivmeldung vom 08.05.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.05.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Ernst-Wolfgang Böckenförde, Bundesverfassungsrichter a.D., schrieb zum schockierenden Thema, das jetzt erstmals mit dem Namen eines deutschen Bischofs in Kontakt kommt: Man müsse sich das Unfassbare des sexuellen Missbrauchs gerade durch Priester vor Augen führen, durch geweihte Personen also, die sakramental und stellvertretend für Christus wirken.

Wer es mit der Kirche gut meint, kann nur noch hoffen, dass die Vorermittlungen (kein förmliches Ermittlungsverfahren) gegen den vom Papst entpflichteten Bischof Mixa auf haltlosen Vorwürfen beruhen. Grünen-Chefin Claudia Roth, der man ein Mundwerk mit Tempolimit wünscht, hat bereits vorverurteilt - in der wenig christlichen Lust, den am Boden Liegenden noch zu treten. Wer gerne das Hohelied auf den Rechtsstaat singt, sollte ihn auch verteidigen, wenn es persönlich-politisch nicht passt. Dass im Fall des Bischofs a.D. Mixa Zweifel aufkommen, ob dessen Bestreiten des ungeheuerlichen Vorwurfs glaubhaft sei, hat leider seine Gründe: Der Verdächtigte hat sich nämlich über Wochen nicht nur töricht, sondern auch schuldhaft verhalten. Zu befürchten ist, dass Mixa das Matthäus-Wort: "Seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben" in jeder Hinsicht überhört hat.

Quelle: Rheinische Post

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