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WAZ: Die Drogenbeauftragte zum Tabak

Archivmeldung vom 29.05.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.05.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Die Drogenbeauftragte Mechthild Dyckmans will keine höhere Tabaksteuer, kein Rauchverbot im Auto für Eltern und schwarz-gelbe Landesregierungen nicht kritisieren, wenn sie im Nichtraucherschutz vergleichsweise wenig tun. Wozu ist die FDP-Politikerin eigentlich Drogenbeauftragte?

Es ist schon fragwürdig, wenn ihr die Mobilität von Kettenrauchern wichtiger scheint als der Schutz der Kinder im Auto. Was ist weiter so schlimm daran, wenn Zigaretten so teuer werden, dass sie sich manche Leute nicht mehr leisten können? Ist Rauchen ein Grundbedürfnis des Menschen? Nein! Im Kampf gegen den blauen Dunst sind Prävention und Einsicht der Betroffenen wichtig - da hat Frau Dyckmans völlig Recht. Appelle allein haben aber noch nie ausgereicht. Eine Drogenbeauftragte muss sich auch in die politischen Bereiche wagen, wo der öffentliche Gegenwind rau bläst. Dies wäre bei einer höheren Tabaksteuer sicherlich der Fall. Sie würde aber mehr Menschen vom Rauchen abhalten und könnte Milliarden in die Staatskassen spülen. Pikanterweise passen höhere Abgaben eben nicht in das Programm der Steuersenkungspartei FDP, zu der Dyckmans gehört.

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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