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Neue OZ: Das politische Signal

Archivmeldung vom 29.05.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.05.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Vollmitglied oder doch nur privilegierter Partner? Zumindest was die Ausrichtung des größten europäischen Fußball-Ereignisses betrifft, bleibt die Türkei weiterhin außen vor. Auch im dritten Anlauf fiel das Land vom Bosporus bei den Funktionären durch, obwohl den begeisterungsfähigen Fans des Landes eine Heim-EM zu wünschen gewesen wäre und das Turnier so ein besonderes, nicht alltägliches Flair erhalten hätte.

Im Falle der Türkei hat die UEFA ein politisches Signal verpasst, hinsichtlich Italien hat sie dagegen eines gesetzt. Marode Stadien, die grassierende Gewaltwelle in der Fanszene und mangelnde Unterstützung der Bewerbung aus der Politik: Das konnte die Delegierten nicht überzeugen. Was Inter Mailands Champions-League-Sieg kurzzeitig überdeckte, offenbart das deutliche Votum umso mehr: Italiens Fußball steckt in der Krise.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

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