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WAZ: Skihalle am Centro Oberhausen

Archivmeldung vom 27.05.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.05.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Das Ruhrgebiet als Skiparadies? Wer das ernsthaft glaubt, hatte wohl einige Glühwein zuviel, sollte man meinen. Weit gefehlt. Beim Projekt nahe des Centro Oberhausen wurde kühl gerechnet. Der Investor gilt als seriös. 85 Millionen Euro will Pertti Yliniemi in eine Skihalle und ein Eisstadion samt Hotel investieren. Auch wenn in Bottrop, nur fünf Kilometer entfernt, eine ähnliche Anlage existiert, die noch ein paar Skifahrer mehr vertragen könnte.

Offenbar sehnen sich die Menschen dieser Region nach Alpenambiente mit Einkehrschwung. Das glaubt zumindest der Finne.

Trotzdem: Regionalplanung sieht anders aus. Natürlich wird es zum Verdrängungswettbewerb kommen. Gegen das Centro, in dem jährlich 23 Millionen einkaufen und ausgehen, dürfte es der Nachbar schwer haben. Die gute Nachricht lautet: Im Ruhrgebiet tut sich was, auch ohne Subventionen.

Auf dem 50 Hektar großen Ex-Stahlwerksgelände sollte ein Gesundheitscampus entstehen: O-Vision. Er scheiterte. Dann kauften Nordiren das Filetstück, wollten schnelles Geld damit machen, ohne Erfolg. Die Stadt sah machtlos zu. Inzwischen gibt es einzelne Ansiedlungen auf dem Hoffnungsträger, aber kein Konzept. Auch ein Grund dafür, dass der Jubel gedämpft ausfällt.

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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