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Neue OZ: Karriere-Kalkül am Bett?

Archivmeldung vom 02.11.2011

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.11.2011 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Wie steht denn Ihr Junge bei der Zeugniskonferenz so da? Versetzung gefährdet? Dann setzen Sie sich mal ganz schnell hin und lesen Gute-Nacht-Geschichten! Das treibt den Schnitt um eine halbe Note nach oben.

Wieder hebt eine Studie den Nutzen des Vorlesens hervor: Die gemeinsame Lektüre macht Kinder aktiv, hilft auf dem Bildungsweg und ermutigt womöglich sogar beim Erlernen eines Instruments. Neue Erhebungen werden kommen, die das Kinderbuch als Mittel gegen Fettleibigkeit, Gewalt und vielleicht ja sogar gegen Nasenbluten empfehlen. All das ist schwer zu belegen, weil nichts komplexer ist als die Entwicklung einer Persönlichkeit.

Es braucht den Beweis aber auch gar nicht. Vorlesen macht Spaß und stiftet Geborgenheit. Wer sich und der Familie ein Geschenk machen will, liest Grimms Märchen, die Abenteuer der Mumin-Trolle und Tiergedichte von James Krüss. Wahrscheinlich wird es dem Kind dann auch irgendwie nutzen. Ein Grund zum Lesen ist das aber nicht. Karriere-Kalkül gehört nicht an die Bettkante! Kein Mensch liest Bücher, weil es effizient ist.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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