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Ferienflieger müssen ihre Lektionen lernen

Archivmeldung vom 24.01.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.01.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott

Die vielen Spätlandungen von Tuifly, Condor und Laudamotion sind ein Ärgernis. Ausgerechnet Urlaubsjets kommen häufig erst nach 23 Uhr am Airport Düsseldorf an, wenn eigentlich das Nachtflugverbot in Kraft treten soll. Doch sie nutzen die großzügige Verspätungsregelung aus. Bis die Reisenden dann ihr Gepäck haben, dauert es oft bis weit nach Mitternacht.

Dann ist eine Heimfahrt per Zug fast nicht mehr möglich, doch einen Wagen im Parkhaus haben Urlauber seltener am Airport stehen als die Geschäftsreisenden, die das Parkticket auch noch vom Arbeitgeber bezahlt bekommen. Das Ergebnis: Die Taxibranche floriert am größten Flughafen des Landes. Manchmal ist diese Rechnung dann teurer als der Flug. Zum Glück werden viele Reisende von Freunden oder Verwandten abgeholt, die so auch Opfer der Verspätungen werden.

Die Ferienflieger sollten sich ein Vorbild an Eurowings nehmen: Nach dem katastrophalen Jahr 2018 hat der Lufthansa-Ableger den Flugplan entschlackt: Weil die Eurowings-Jets etwas mehr Pufferzeit zwischen den Flügen haben, führen Probleme am Tag nicht sofort zu Verspätungen abends. Auch der Verzicht, Landungen nach 22.30 Uhr einzuplanen, ist gut. Flughafen und Bezirksregierung sollten darauf drängen, dass alle Airlines sich dem Modell anschließen.

Gleichzeitig sollte das System der Flugsicherung in Europa zentralisiert werden. Das fordern Airlines und Flughäfen schon länger. Es muss Schluss damit sein, dass täglich Tausende Jets Umwege fliegen müssen, weil es keine einheitliche Kontrolle des EU-Luftraums gibt. Die Bundesregierung sollte ihre EU-Präsidentschaft ab Juli also dazu nutzen, durchzusetzen, dass Flüge in Europa besser gemanagt werden. Das würde den Passagieren und auch dem Klimaschutz nützen.

Quelle: Rheinische Post (ots) von Reinhard Kowalewsky

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