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Neue OZ: Auf dem Weg in die EU

Archivmeldung vom 28.05.2011

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.05.2011 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Schuldenkrise, Eurodebatte, Schengenkonflikt. Flüchtlingsfrage, Türkeiproblem und Atomkontroverse. Das Letzte, was die EU derzeit gebrauchen kann, ist ein weiterer heikler Streit, etwa in der Frage einer abermaligen Erweiterung nach Osten, genauer nach Südosten. Exakt die steht nach der Festnahme von Ratko Mladic aber bevor. Ob vorgeschoben oder nicht: Dass seine Ergreifung nicht erfolgte, war stets der Grund, sich mit Serbien nicht zu befassen.

Seit dieser Woche ist das anders. Die Staats- und Regierungschefs sowie die Kommission müssen einen Standpunkt entwickeln, wie sie mit Serbien weiter umgehen wollen. Umso mehr gilt das nach der schnellen Entscheidung, dass der mutmaßliche Mitverantwortliche für das Massaker von Srebrenica nach Den Haag überstellt werden kann.

Serbien wird darauf drängen, dass sich nun so bald wie möglich Fortschritte einstellen. Es sollte sie auch geben. Kroatien, Mazedonien und Montenegro sind bereits EU-Beitrittskandidaten. Bosnien-Herzegowina, das Kosovo und Albanien dürften den Schritt bald gehen. Serbien gehört in diese Reihe auch. Es hat einen friedensstiftenden Reiz, die ehemaligen jugoslawischen Republiken unter dem Dach der EU zu versammeln und die Serben nicht länger auszuschließen. Wenn die EU also keinen weiteren Streit vertragen kann, 

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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