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Neue OZ: Dicke Bretter bohren

Archivmeldung vom 09.11.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.11.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Kaum zu glauben, aber wahr: Die britische Regierung, die sich bislang als Top-Lobbyistin des Bankenplatzes London verstanden hat, plädiert plötzlich für eine Finanzmarktsteuer. Und ausgerechnet Gordon Brown, der als Fachminister den Finanzjongleuren viele Freiheiten gegeben hat, will die Banken nun wieder fester an die Leine nehmen. Das ist ein Sinneswandel, der nur zu begrüßen ist. Denn es gibt gute Gründe, Konsequenzen zu ziehen.

So kann es nicht sein, dass Gewinne in privaten Taschen verschwinden, Verluste aber auf die Allgemeinheit abgewälzt werden. Mit Billionen-Aufwand wird zurzeit weltweit versucht, die Finanzkrise zu bewältigen. Die Risiken für die Steuerzahler, die für Bürgschaften und Kredite aufkommen müssen, sind entsprechend groß. Ein von den Banken selbst gefüllter internationaler Fonds für solche Notfälle wäre deshalb hochwillkommen.

Doch der Weg dorthin ist noch weit. Denn Chancen auf eine Bankensteuer gibt es nur, wenn sie weltweit eingeführt wird. Alleingänge sind sinnlos, da Geldgeschäfte dann nur an andere Orte verlegt würden. Ohne die Zustimmung der USA und anderer ablehnender oder zögernder Staaten geht es also nicht.

Doch immerhin wächst die Zahl der Befürworter. Nun heißt es: weiter dicke Bretter bohren. Vielleicht hilft ja der Hinweis, dass auch der Klimaschutz noch finanziert werden muss.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

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