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Lausitzer Rundschau: Uni-Studie über die Generation 45plus

Archivmeldung vom 17.06.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.06.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Als der Philosoph Immanuel Kant 1774 seinen 50. Geburtstag beging, wurde er mit "Ehrwürdiger Greis" angesprochen. Heute ist diese Generation davon Lichtjahre entfernt. Zwar wird die deutsche Bevölkerung immer älter, aber das Gefühl zu vergreisen, ist den Älteren glücklicherweise zunehmend fremd.

Damit macht die jüngste Studie der Uni Osnabrück auf einen hoch interessanten Aspekt aufmerksam, der leider immer noch zu wenig Beachtung findet. In erster Linie wird die Alterung der Gesellschaft als Bedrohungspotenzial für die Sozialsysteme diskutiert. Das ist einseitig und ungerecht. Wenn zum Beispiel fast 60 Prozent der über 50-Jährigen auch im Rentenalter weiter arbeiten möchten, dann zeugt das von einer erstaunlichen Vitalität und der Bereitschaft, weiter mitten im Leben zu stehen. Dies bedeutet aber auch eine enorme Herausforderung für den Arbeitsmarkt, der immer noch von dem überholten Grundgedanken beherrscht wird, dass die Älteren Platz für die Jüngeren machen müssen. Wie der Wunsch der Älteren mit der realen Arbeitswelt in Einklang gebracht werden kann, ist noch völlig unklar. Ähnlich steht es um den absehbar stark steigenden Pflegebedarf. Hier reden Politiker gern den "Alten-WGs" oder Mehrgenerationenhäusern das Wort. Da sich die Lebenserwartung der Frauen und Männer aber immer weiter angleicht, ist auch eine wachsende Zahl von Paaren zu erwarten, die im hohen Alter möglichst weiter für sich allein leben möchte. Dafür gibt es ebenfalls noch keine Lösungsmodelle. Die Erkenntnisse der Osnabrücker Studie lassen daher auch den großen politischen Handlungsbedarf erahnen, wie der Sozialstaat in Zukunft ausgerichtet werden muss.

Quelle: Lausitzer Rundschau

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