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WAZ: Studentenproteste - Bildung statt Beton

Archivmeldung vom 16.06.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.06.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Bachelor, Master, Credit Points, Module - wer vor 20 Jahren studiert hat, versteht die Hochschulwelt nicht mehr. Verschulung, Leistungsdruck, Anwesenheitspflicht, Dauerüberprüfung - das ist Studienalltag. Viele Studenten fühlen sich im Dauerstress und wissen nicht einmal, ob der Bachelor-Abschluss für den Arbeitsmarkt taugt.

Immer noch können viele Personalchefs mit diesem Abschluss wenig anfangen. Was die jungen Menschen zusätzlich erzürnt: In diesen Tagen erleben sie, dass Milliarden mit schneller Hand an angeblich systemrelevante Unternehmen verteilt werden. Doch wieso sind Banken oder Autofirmen für das Funktionieren der Gesellschaft notwendiger als gute Hochschulen und gut ausgebildete junge Menschen? Für alte Autos gibt es Geld, den Unis fehlt es. Und das Konjunkturpaket für Schulen und Hochschulen fördert nicht kluge Köpfe, sondern die Bauwirtschaft. Wieder einmal zeigt sich, wie reflexhaft die Politik handelt, wie wenig strategisch sie plant. Sie müsste in Bildung investieren, nicht in Beton. Doch mit Hilfen für die Wirtschaft lassen sich eher Wählerstimmen mobilisieren als mit einer besseren Qualifizierung der Jugend. Sie hat daher allen Grund, laut zu werden.

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung (von Christopher Onkelbach)

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