Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Meinungen/Kommentare WAZ: Paradiesvogel und Sanierer

WAZ: Paradiesvogel und Sanierer

Archivmeldung vom 20.05.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.05.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Ich bin nur ein kleiner, schwuler Schauspieler, sagt Corny Littmann gern über sich. Der 57-Jährige ist aber nicht nur ein Freund der Koketterie. Hinter dem etwas anderen Präsidenten eines Bundesliga-Klubs, hinter dem schrillen Paradiesvogel des bezahlten Fußballs verbirgt sich ein mit spitzem Stift agierender Geschäftsmann.

"Schwulsein ist nicht abendfüllend", lautet ein anderes Littmann-Zitat. Und so etablierte Littmann nicht nur zwei Theater ohne öffentliche Zuschüsse, sondern sanierte den Kiez-Klub St. Pauli mit einem knallharten Sparkurs.

Mit Kreativität lässt sich Geld verdienen. 140.000 Retter-T-Shirts verkaufte der Klub. Der Weltpokalsiegerbesieger fand wieder finanziellen Halt. Mit Manager Helmut Schulte und Trainer Holger Stanislawski engagierte Littmann ein sportliches Führungsduo, das St. Pauli zurück in die Erstklassigkeit führte. Kurz nach dem Aufstieg und unmittelbar nach den Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag des Hamburger Kultvereins verlässt Littmann die Kommandobrücke. Auf dem Höhepunkt des Erfolges zu gehen, was so mancher Sportler verpasst hat, das hat Littmann geschafft. Littmann wird St. Pauli fehlen. 

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Videos
Gandalf Lipinski (2021)
Gandalf Lipinski: Ausstieg aus dem Patriarchat (Teil 1)
Impfen (Symbolbild)
Die Krankheitshersteller
Termine
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:
Schreiben Sie bitte eigene in folgendes Feld um den Spam-Filter zu umgehen

Anzeige