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Neue OZ: Zweite Chance verdient

Archivmeldung vom 07.08.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Der Fall Nadja Drygalla hat inzwischen fast den Anschein, als könne er zum Beispiel für einen gelungenen Ausstieg aus der rechten Szene werden. Zwar spricht manches Detail dafür, dass bei der Absetzbewegung der Ruderin und ihres Freundes auch Eigennutz eine Rolle spielt: Hatte die junge Frau ihre Polizeiausbildung wegen der Gesinnung Michael Fischers noch beendet, sollte das bei der Bundeswehr offenbar nicht erneut passieren. Aber letztlich soll der gesellschaftliche Druck doch genau dies bewirken: die rechte Szene unattraktiv zu machen.

Wer ihr deshalb den Rücken zukehrt, sollte nicht bestraft werden. Der Rostocker Ruderverein begleitete die Abnabelung wie auch die schwierige Beziehung der beiden jungen Menschen offenbar einfühlsam und problembewusst. Während in Online-Foren mit Blick auf Drygalla darüber schwadroniert wird, Rechte würden Sportclubs unterwandern und Frauen anwerben, scheint hier das Gegenteil der Fall zu sein: Der Sport verhinderte ein weiteres Abgleiten und führte das Pärchen aus der Szene heraus.

Bei allen unschönen Begleitumständen bewies Nadja Drygalla dabei große Stärke. Kein Wunder, dass aus den Worten von Minister de Maizière nun sogar Bewunderung spricht, dass die Kirche sich nicht echauffieren möchte und antifaschistische Kreise zwar Fischer skeptisch beäugen, seine Freundin aber in Schutz nehmen. Beide haben eine zweite Chance verdient. Wie sie sie nutzen, liegt an ihnen.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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