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Neue Westfälische: Beratungsgebühr für Bankkunden

Archivmeldung vom 16.10.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.10.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Viele Bankkunden ärgern sich über teure Gebühren und verdeckte Provisionen der Banken, die von Produkt zu Produkt variieren. Die Commerzbank listet in ihren allgemeinen Geschäftsbedingungen gleich auf sieben kleingedruckten Seiten Kosten für Dienstleistungen auf.

Vor allem im Wertpapiergeschäft gibt es wenig Vergleichbarkeit und Transparenz. Viele Institute haben ein Interesse daran, eigene Produkte zu verkaufen. So gesehen brächte eine pauschale Beratunsgebühr für Kunden, mit der Provisionen entfallen, mehr Objektivität und Transparenz. Dadurch sinkt der Verkaufsdruck für Banker. Sie können viel mehr die Interessen der Kunden berücksichtigen und passende Anlagemöglichkeiten empfehlen statt Produkte zu verkaufen, an denen die Bank am meisten verdient. Nur, solange Institute eigene Produkte verkaufen, ist der neutrale Rat schwierig. Die Befürchtung, dass die Honorarberatung vor allem der Eigenwerbung dient und als Mischmodell (mit Provisionen) eingeführt wird, ist nicht von der Hand zu weisen. Die kleine Berliner Privatbank, die das Modell einführte, agiert eh wie ein unabhängiger Finanzberater ohne Eigenprodukte. Zudem: Verbraucher wollen keine Beratungsgebühr. Laut Umfrage der Berufsakademie Weserbergland sind nur 28 Prozent dafür.

Quelle: Neue Westfälische

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