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Kölnische Rundschau: zu Alkohol/Jugendliche

Archivmeldung vom 05.08.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.08.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Bitte genau hinsehen, nichts übertreiben, nichts verharmlosen. Tatsächlich gibt es eine alarmierend hohe Zahl von Jugendlichen mit riskant hohem Alkoholkonsum. Andererseits gibt es keinen rasant steigenden Trend.

Die Zahl der Jugendlichen, die angeben, im vergangenen Monat mindestens einmal "Kampftrinken" praktiziert zu haben, liegt heute etwas unterhalb der Marke von 2004 (20,4 Prozent) - allerdings immer noch atemberaubend hoch. Jugendliche folgen Vorbildern. Leider oft den Falschen. Aber woher sollen die richtigen kommen, wenn 9,5 Millionen Menschen in Deutschland Alkohol in gesundheitlich riskanter Form konsumieren? 1,3 Millionen Menschen sind alkoholkrank, 73000 sterben jährlich an den Folgen von Alkoholmissbrauch. In der Gesellschaft herrsche eine "weit verbreitete unkritisch positive Einstellung zum Alkohol vor", heißt es im Bericht. Da also muss man ansetzen, den vermeintlich Zusammenhang zwischen Spaß, Anerkennung und Alkohol durchbrechen. Das geht nur über Vorbilder. Jeder Jugendliche mit Alkoholneigung hat Eltern, Lehrer, vielleicht Vereinskameraden. Die müssen hinsehen. Das ist nicht die Regel. Aufklärung, Erziehung, das Stärken des Selbstbewusstseins Heranwachsender - das alles ist unverzichtbar. Und Platzverbote, Verkaufsverbote, Trinkverbote? Platzverbote sind Notwehrmaßnahmen. Damit ist den Städten im Hinblick auf die öffentliche Ordnung mehr oder weniger gedient - vorausgesetzt, die Verbote lassen sich kontrollieren und durchsetzen. Nur vertreiben diese Platzsperren die Jugendlichen in die Heimlichkeit der Gruppe, an ihren Trinkgewohnheiten ändert sich nichts. Was ich nicht mehr sehe interessiert mich auch nicht mehr? Das wäre eine miserable Lösung. Aber Alkohol schwerer zugänglich zu machen, das kann helfen. Der Preis regelt ebenfalls die Verfügbarkeit. Das hat die Sondersteuer auf Alcopops gezeigt, die heute nicht mehr im Zentrum des Problems stehen.

Quelle: Kölnische Rundschau

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