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Rheinische Post: Gefahren durch Blindgänger

Archivmeldung vom 30.08.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Welche enormen Schäden ein einziger Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg anrichten kann, hat die kontrollierte Sprengung der Fliegerbombe in München gezeigt. Mindestens 17 Häuser sind schwer beschädigt, zwei drohen einzustürzen, ganze Straßenzüge sind verwüstet. Dass es keine Verletzten oder sogar Toten gegeben hat, ist nur dem Umstand zu verdanken, dass der Bereich um den Fundort evakuiert worden ist.

 Doch gerade die weiträumigen Sperrungen rufen bei vielen Anwohnern oft Unverständnis hervor. Besonders im Ruhrgebiet, wo es monatlich mehrere Entschärfungen gibt, widersetzen sich immer mehr Bürger den polizeilichen Anordnungen und bleiben trotz aller Warnungen in ihren vier Wänden. Entweder sind sie sich der Gefahr nicht bewusst oder nehmen an, dass sowieso nichts passieren wird, weil bislang nie etwas passiert ist. Auch in München hatten sich zuvor viele Anwohner beschwert, dass sie nachts aus ihren Häusern mussten. Zwar können Evakuierungsverweigerer in Gewahrsam genommen werden. Doch das allein reicht als Abschreckung offenbar nicht aus. Sollte auch die Explosion in München nicht das Bewusstsein für die Gefahr geschärft haben, müssen die Behörden über harte Geldstrafen nachdenken. Der Weg zur Einsicht führt oft nur übers Portemonnaie.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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