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OV: EU gängelt die Bürger

Archivmeldung vom 31.08.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Licht aus. Ab morgen darf sie nicht mehr in den Handel gelangen, die gute, alte Glühlampe. Das Verbot begann vor drei Jahren mit der Hundert-Watt-Lampe, jetzt sind auch die unteren Chargen dran. Dafür bedanken wir uns artig bei der Europäischen Union.

Ausgerechnet in Deutschland, dem europäischen Musterland des Umweltschutzes, regt sich der Unmut über dieses Verbot. Darüber, ob es sinnvoll ist oder nicht, lässt sich trefflich streiten. Die Abneigung richtet sich vor allem dagegen, dass die alternativen Energiesparlampen das Nervengift Quecksilber enthalten, dass das Licht als kälter empfunden wird, und die neuen Leuchtkörper nicht mehr im Restmüll entsorgt werden können. Einige Experten warnen gar vor Schlafstörungen durch das neue Licht.

Dass die Deutsche Umwelthilfe im Falle des Weiterverkaufs dem Handel mit Kontrollen und Klagen droht, entspannt die Situation nicht gerade.

Was auch in diesem Falle stört, ist die chronische Regulierungswut der EU. Da geht es um den Stromverbrauch von Kaffeemaschinen mit Wärmeplatten und um Durchflussmengen in Duschköpfen. Sie will vorschreiben, ab welchem Alter Kinder Luftballons aufblasen dürfen, und sie gibt unsinnige Hygienevorschriften für Tagesmütter vor. Dass dies stets mit dem Einverständnis der nationalen Regierungen geschieht, ist dabei nicht wichtig - die EU versucht zunehmend, in die Lebensbereiche der Menschen einzudringen.

Das nervt. Wir brauchen keine Behörden, die unser persönliches Lebensrisiko auf null Prozent senken wollen. Vielmehr möchten wir frei entscheiden. Man stelle sich einmal vor, die EU würde Oldtimer verbieten, weil die Öko-Bilanz zu schlecht ist. Der Fahrspaß spielt keine Rolle mehr.

Eine Vision. Fragt sich nur, wie lange noch.

Quelle: Oldenburgische Volkszeitung (ots)

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