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Westfalen-Blatt: Warum ließ Nordrhein-Westfalen Adul A. nicht in U-Haft nehmen?

Archivmeldung vom 14.04.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.04.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott

Einen Tag, nachdem der Generalbundesanwalt von anderen Behörden Informationen über Abdul A. aus Wuppertal erhalten hat, hat er einen Haftbefehl beim Bundesgerichtshof erwirkt. Der Iraker, der ein erfahrener IS-Kämpfer sein soll, stand vorher im Fokus nordrhein-westfälischer Sicherheitsbehörden. Der FDP-Landtagsabgeordnete und Innenpolitiker Marc Lürbke sagte dem WESTFALEN-BLATT, er halte es für bedenklich, dass sich trotz der Erfahrungen im Fall Anis Amri ein mutmaßlicher IS-Kämpfer offenbar frei in NRW bewegen konnte.

Er hat deshalb eine Kleine Anfrage an NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) verfasst. "Ich möchte wissen, warum man jemanden, der angeblich Mitglied des IS ist, nicht festnimmt." Auch wolle er wissen wie lange man Abdul A. schon im Visier gehabt habe. Ein Sprecher des NRW-Innenministeriums erklärte, machmal fehle "ein Mosaiksteinchen" für eine Festnahme.

Quelle: Westfalen-Blatt (ots)

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