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Neue OZ: Kommentar zu Umwelt

Archivmeldung vom 17.06.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.06.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Sage keiner, Giftpapiere kennt nur die Bankenwelt. Auch Gesetzentwürfe können sich als toxisch erweisen. Hände weg von Kohlendioxid, haben sich CDU und CSU im Bundestag gedacht. Eine Überdosis in Form unterirdischer CO2-Speicher könnte auf Wähler giftig wirken - und deshalb ist das Projekt Gaskaverne geplatzt.

Eigentlich sehr praktisch: Der Klimakiller CO2, der Kohlekraftwerke so unsympathisch macht, soll per 550 Kilometer lange Pipeline in die Unterwelt verfrachtet werden. Für Energieversorger, die mit immer strengeren Umwelt-Auflagen arbeiten müssen, ein Befreiungsschlag. Für Grundeigentümer ein Albtraum- auf ihrem Land müssen sie mit Bohrtrupps rechnen, ohne angemessene Entschädigung und ohne langes Genehmigungsverfahren.

Von Rambomanier spricht plötzlich die CSU, die CDU im Norden drückt gleich ganz die Stopptaste. Die Angst vor dem Wählerzorn eint Nord- und Südlichter - ein seltenes Erlebnis. Der Brandbrief bayerischer Bauern hat die CSU bei CO2 allergisch gemacht. Proteste in Nordfriesland haben die Kieler Regierung die Stopptaste drücken lassen. Niedersachsen wartet ab - weil sich das Projekt Gaskaverne ohne sein Zutun erledigt. Sehr gut für unsere Region. Wegen ihrer geologischen Formation ist sie als Standort gut geeignet, nicht aber für unausgereifte Experimente.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

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