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Neue OZ: Folge statt Ursache

Archivmeldung vom 09.12.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.12.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Welch edles Motiv! In Schweden sollen Schönheitsoperationen auf Staatskosten das Selbstvertrauen Minderjähriger steigern. Da stellt sich die Frage: Welches Bild wird den Jugendlichen dadurch vermittelt, dass der Mensch schön sein muss, um glücklich zu werden? Sind unglückliche Menschen einfach zu hässlich? Das dürfte sich nur schwer nachweisen lassen.

Viel schlimmer ist jedoch, dass der Staat die Folgen menschlichen Fehlverhaltens angeht, nicht aber die Ursachen. Wenn die Operation auf Staatskosten wieder schön und gesund macht, muss sich niemand mehr um gesunde Ernährung, Sport oder Hygiene scheren. Es ist das Ende der Eigenverantwortung beim Ursprünglichsten: dem eigenen Körper. Wer so aufwächst, lernt nicht, dass es eine Verantwortung gibt, die eigene Gemeinschaft nicht unnötig zu belasten. Denn die Folgekosten von Übergewicht sind oft höher als ein solch frühzeitiger Eingriff.

Wer krank und verletzt ist, dem soll geholfen werden - von allen. So gehört es sich, und so funktionieren die Sozialsysteme. Ein kleiner Busen oder selbst verschuldeter Hüftspeck Jugendlicher sind hingegen kein Grund, öffentliche Kassen zu belasten. Es ist für gesund lebende Beitragszahler schlimm genug, dass sie schon jetzt die Folgen von Zigaretten- und Fast-Food-Konsum zahlen müssen.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

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