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Lausitzer Rundschau: Formel 1 mit Motorschaden

Archivmeldung vom 06.11.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.11.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Die Formel 1 erlebt zurzeit einen kaum für möglich gehaltenen Exodus und tuckert mit stotterndem Motor in eine Sackgasse. Erst stieg Honda aus, dann BMW, in dieser Woche erklärten der weltgrößte Autobauer Toyota und Reifenhersteller Bridgestone ihren Rückzug - ein Desaster für die über alle Kontinente rollende Autoverkaufsshow.

Die Gründe für die Flucht liegen einerseits in der globalen Wirtschaftskrise begründet. Toyota rechnet in diesem Jahr nach drastischen Kostensenkungen immer noch mit einem Verlust von 1,5 Millarden Euro. Angesichts dieser Zahlen dürfte es der Chefetage immer schwerer gefallen sein, selbst den emsigen japanischen Fließbandarbeitern zu vermitteln, dass der Autogigant seit 2002 mehr als 2,5 Milliarden Euro für die Formel 1 verbrannt hat - ohne nennenswerte Erfolge. Die Gründe für die Flucht, der sich möglicherweise auch Renault anschließen wird, sind andererseits auch hausgemacht. Durch den Einstieg der Konzerne war in den vergangenen Jahren aus dem Millionen-Spiel Formel 1 ein ausuferndes Milliarden-Geschäft geworden. Dass die Flucht nun zu einem Zeitpunkt erfolgt, da die Kosten sich auf vergleichsweise überschaubare 100 Millionen Euro beschränken sollen, zeigt, wie ernst die Situation der Unternehmen ist. Honda, BMW und Toyota haben lieber die scheinbar rettende Ausfahrt genommen, lassen aber eine Formel 1 mit Motorschaden zurück.

Quelle: Lausitzer Rundschau

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