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Neue OZ: Der tägliche Überlebenskampf

Archivmeldung vom 10.06.2011

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.06.2011 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Nach Rütli nun Kopernikus: Machte vor fünf Jahren eine Schule im Berliner Problembezirk Neukölln Schlagzeilen, weil Lehrer wegen der eskalierenden Gewalt die Schließung forderten, ertönt nun aus Garbsen ein Hilferuf. Pädagogen fühlen sich von Schülern bedroht und verlangen nach Polizeischutz - welch ein schockierendes Bild.

Klar, auch der neue Fall kann schnell mit Begriffen wie sozialer Brennpunkt, hoher Ausländeranteil und Sprachprobleme skizziert werden. Eine brisante, aber längst keine seltene Kombination in Deutschland. Und sicher auch nicht die einzige, die den Lehrerjob zum Überlebenskampf werden lässt, weil gesellschaftliche Probleme in Klassenräume und Pausenhof getragen werden, Tag für Tag.

Doch was dagegen tun? Welche Maßnahmen dämmen die Gewalt an Schulen ein? Lehrer allein sind mit dieser Aufgabe überfordert. Sie können nicht all das wieder kitten, was Eltern zuvor in der Erziehung kaputt gemacht haben. Es ist vielmehr bewundernswert, dass sich die Pädagogen der harten Aufgabe stellen und vermeintlich hoffnungslose Fälle nicht verloren geben. Dass sie das Gute in den Kindern und Jugendlichen suchen und ihnen eine Zukunft ermöglichen wollen. Der Hilferuf aus Garbsen passt in dieses Bild, denn die öffentliche Aufmerksamkeit wird auf Behörden und Amtspersonen so viel Druck aufbauen, dass dieser sich nur in Unterstützung entladen kann. Bedauerlich ist aber, dass es so weit kommen musste. 

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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