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Neue OZ: Quittung für die EU

Archivmeldung vom 19.04.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.04.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Im Konflikt um die Mittelmeerinsel Zypern hat die EU alles falsch gemacht, was sie falsch machen konnte. Und wenn bei der Präsidentenwahl in Nordzypern tatsächlich der Hardliner Dervis Eroglu das Rennen machen sollte, wäre das die verdiente Quittung.

Denn seit dem Scheitern des UNO-Plans für eine Wiedervereinigung der geteilten Insel im Jahr 2004 fühlen sich die Zyperntürken von der EU gründlich an der Nase herumgeführt. Damals hatten sie sich über alle Bedenken hinweggesetzt und in einem Referendum der Wiedervereinigung mit dem griechischen Süden zugestimmt. Dafür hatte ihnen Brüssel unter anderem Hoffnung auf die EU-Mitgliedschaft gemacht.

Den UNO-Plan zum Scheitern brachten die Zyperngriechen. Sie meinten, bei Nachverhandlungen noch mehr für sich herausholen zu können. Dass ausgerechnet die Nein-Sager im Süden dann mit der EU-Mitgliedschaft belohnt wurden, ihnen diese aber vorenthalten wurde, hat die Nordzyprioten zutiefst verbittert. Der Nationalist Eroglu profitiert von dieser Stimmung. Die Schutzmacht Türkei aber ist weiter auf EU-Kurs. Und ohne sie geht in Nordzypern nach wie vor gar nichts. Das wird sich auch unter einem Präsidenten Eroglu nicht ändern.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

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