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Westfalen-Blatt: zu Facebooks neuen Nutzungsbedingungen

Archivmeldung vom 02.01.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.01.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Facebook ist kostenlos, aber nicht umsonst. Die Nutzer »zahlen« mit ihren Daten. Und jetzt erhöht Facebook die »Preise«. Um Werbung besser auf Kunden zuschneiden zu können, will das soziale Netzwerk mehr Daten nutzen. Wie schon bei ähnlichen Gelegenheiten kursieren Bilder und Texte, die Anwender teilen sollen, um einzelnen oder allen Aspekten der Änderung zu widersprechen.

Nach Ansicht vieler Experten (und der von Facebook) ist das wirkungslos: Wer das Netzwerk nach dem Stichtag weiter nutzt, stimmt zu. Wenn Facebook jetzt den Stichtag verschiebt, ist das ein Erfolg der Datenschützer, es gibt jedoch kaum Zweifel daran, dass die Änderungen kommen. Nutzer haben aber Zeit gewonnen, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Man kann an vielen Stellschrauben drehen, um seine Privatsphäre zu behaupten. Oder man steigt aus: Es gibt ein Leben außerhalb Facebooks. Nichts tun ist eine teure Option. Wer sich nicht mit den Einstellmöglichkeiten auseinandersetzt, muss ihren Preis zahlen. Und gewährt Facebook und der werbetreibenden Industrie einen tieferen Einblick als notwendig.

Quelle: Westfalen-Blatt (ots)

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