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Neue Westfälische (Bielefeld): FDP lässt Gesprächsbereitschaft erkennen

Archivmeldung vom 31.05.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.05.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Was die FDP seit der NRW-Wahl in Sachen Bündnisbereitschaft aussendet, das hat wenig mit einer Ampel und ihren eindeutigen Signalen und viel mit aufflackernden und wieder verlöschenden Irrlichtern zu tun. Mal will sie mit SPD und Grünen reden, mal wieder nicht.

Dann ist dieser dafür und jener dagegen, und gerade, nachdem sich die gesamte orientierungslose Truppe darauf verständigt hat, die Oppositionsrolle in Düsseldorf anzunehmen, kommt aus Berlin ihr Parteichef Guido Westerwelle und will noch einmal abwarten, welche Koalition in NRW am Ende steht - was ja nichts anderes heißen kann, als dass seine Freien Demokraten doch wieder einen Fuß in der Tür haben wollen. Westerwelle neueste Wende wird bei der politischen Konkurrenz eher mit Amusement als mit aufrichtigem Interesse wahrgenommen. Was soll man auch von einer Partei als verlässlichen Partner für eine stabile Regierung halten, die binnen drei Wochen nach der Wahl nicht einmal in der Lage ist, sich klar zu entscheiden, ob sie mit den anderen Parteien reden will oder nicht? Hinzu kommt, dass eine Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und SPD ohnehin nur sehr schwer vorstellbar ist. Inhaltlich haben die Drei wenig gemeinsam und die Aufarbeitung der Wunden aus dem Wahlkampf, die schon zwischen SPD und CDU  einige Stunden gedauert hat, wäre vor allem für die völlig verfeindeten Grünen und die FDP ein Arbeitsprogramm für eine ganze Woche.

Quelle: Neue Westfälische

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