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WAZ: Guttenberg und der Luftangriff

Archivmeldung vom 07.11.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.11.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Gerade hatte man angefangen, am neuen Verteidigungsminister Gefallen zu finden, da schlägt das Pendel schon wieder um. So konsequent Karl-Theodor zu Guttenberg sich auf die Seite derer schlägt, die in Afghanistan einen Krieg im Gange sehen, so merkwürdig unentschieden mutet seine Würdigung des Luftangriffs von Kundus an.

Verdichtet man alle verfügbaren Details, stellt sich eine Frage: Warum kann ein Einsatz, bei dem bis zu 142 Menschen, darunter auch unschuldige Zivilisten starben, "militärisch angemessen" gewesen sein, wenn er eingestandenermaßen auf dem Boden zentral falscher Tatsachenbehauptungen angeordnet wurde? Es gab laut Nato-Bericht keine Feindberührung. Es gab keine akute Bedrohung für Nato-Soldaten. Wie man der Bombardierung im Nachhinein trotzdem politisch Absolution erteilen kann, ist wohl nur so zu erklären: Guttenberg wollte seine militärische Führung nicht im Regen stehen lassen. Generalinspekteur Schneiderhan hätte seinen Hut nehmen müssen, wäre der Minister einer anderen Deutung der Ereignisse verfallen, die weiter legitim ist: In Kundus wurde auf Geheiß der Bundeswehr massenhaft getötet. Auf Verdacht.

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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