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Testpflicht ab Montag in Österreich: Braunau muss in den Corona-Knast!

Archivmeldung vom 03.04.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.04.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić

Auch unser Bundesland bekommt nun seinen ersten abgeriegelten Bezirk, aus dem sich die Bürger sogar dann heraustesten müssen, wenn sie nur in die Arbeit wollen. Obwohl die meisten Cluster im Bezirk Braunau gut nachverfolgbar sind, kommt ein von der Regierung beschlossener Automatismus zum Tragen. Demnach ist bei einer 7-Tages-Inzidenz von 400 Fällen je 100.000 Einwohner verpflichtend eine Ausreisetestpflicht einzusetzen. Dies berichtet das Magazin "Wochenblick.at".

Weiter berichtet das Magazin: Am heutigen Karfreitag wurde zur Gewissheit, was Insider gegenüber dem Wochenblick bereits am Vorabend andeuteten: Beginnend ab Montag darf die Region nur mehr mit einem negativen Test verlassen werden. Grundlage dafür ist, dass die Inzidenz (lt. ORF-Dashboard 405,5) den zulässigen Grenzwert überschritt. Dies trifft vor allem tausende Pendler nach Salzburg sowie in den Bezirk Ried hart. Sie alle müssen nun mehrmals wöchentlich in die Teststraße oder in einen der neuen Testbusse.

Kleinräumige Siedlungsstruktur, nachverfolgbare Cluster

Eigentlich wäre die Siedlungsstruktur des Bezirkes Braunau ja für automatisches „Social Distancing“ prädestiniert. Der weitgehend ländliche Landstrich besteht aus unzähligen Weilern und kleinen Dörfern. Und so wirklich epidemiologisch sinnvoll ist die automatische Sperre auch nicht – denn im westlichen Innviertel weiß man eigentlich großteils recht genau, worauf die Cluster zurückgehen.

Dies berichteten zumindest die OÖN noch vor wenigen Tagen. Laut Krisenstab des Landes Oberösterreich gab es dort Cluster „in ein paar Unternehmen sowie an einer Schule“. Bei letzterem Fall dürfte es sich um die Gemeinde Schleißheim handeln. Die vor wenigen Tagen 41 bekannt gewordenen Fälle machen bereits ein knappes Zehntel der 428 neuen Fälle im Bezirk aus.

Groteske Zahlenspiele dienen als Grundlage

Eigentlich wäre die Nachverfolgung in Braunau also gar nicht so schwierig – auch wenn die „Krone“ ein anderes Narrativ verfolgt. Dort spricht man von einem angeblich „verstreuten“ Infektionsgeschehen. Als Indiz gilt hierbei, dass 16 von 46 Gemeinden eine höhere Inzidenz als 400 aufweisen. Was dabei verschwiegen wird: in 32 Gemeinden – also mehr als in zwei Drittel – wohnen weniger als 2.500 Personen, womit diese Schwelle dort schon bei zehn Fällen überschritten wird.

Auch Militär kontrolliert die Testpflicht

Für die zusätzlichen Tests sollen nun zwei Testbusse bereitgestellt werden. Damit sich die Braunauer auch nicht so einfach aus dem Bezirk herausschwindeln können, soll nicht nur die Polizei überall Schwerpunktkontrollen durchführen. Denn auch das Bundesheer soll Soldaten abstellen, um zu überprüfen, ob sich die Bürgerlein brav an die Ausreise-Testpflicht halten. Inwiefern sie dies bei den unzähligen Schleichwegen, die aus dem Bezirk herausführen, überprüfen wollen, steht freilich in den Sternen.

Quelle: Wochenblick

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