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Rheinische Post: Rechts von der CDU

Archivmeldung vom 11.09.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.09.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Was ist nur aus dieser Union geworden? Ein Verteidigungsminister, der aus der Wehrpflicht heraus will, ein Umweltminister, der aus der Kernkraft heraus will - und eine Vertriebenenpräsidentin, die aus dem CDU-Vorstand heraus will, weil sie als Konservative an dieser Stelle unter Vereinsamung leidet. Die Merkel-Partei regiert. Und die Kanzlerin achtet mit dem Hebel der Macht sorgfältig darauf, dass die Christdemokratie sich modern anfühlt und aufgeklärt aussieht.

Aber viele Anhänger stöhnen, weil sie ihre inneren Reflexe immer seltener im pragmatischen Handlungsrahmen wiederfinden. Das könnten sie wohl noch verkraften, wenn ihnen die Kochs, die Schönbohms, die Steinbachs, die Merz' erklärten, warum das gut für Deutschland sei. Doch die konservativen Aushängeschilder sind abgehängt. Wenn ein Peter Gauweiler das Noch-SPD-Mitglied Thilo Sarrazin auffordert, der Union beizutreten, liegt die Brisanz offen zu Tage. Es brauchte links der SPD nur einen Lafontaine, um die Sozialdemokratie nachhaltig zu schwächen und die Linke zum Faktor zu machen. Die nach links rutschende CDU gibt rechts von sich immer mehr Raum für Persönlichkeiten, die ähnliches dort bewirken könnten.

Quelle: Rheinische Post

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