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Neue OZ: Zynische Ansprache

Archivmeldung vom 21.06.2011

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.06.2011 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Baschar al-Assad will nach vorne schauen. Hielte sich Syriens Präsident daran, müsste er schleunigst seinen Rücktritt vorbereiten. Assads Rede zur Lage des Regimes in der Universität zu Damaskus dürfte ihm die letzte Chance zum Machterhalt genommen haben. Sie fiel auf unerträgliche Art zynisch aus. Saboteure und Extremisten seien für die Gewalt im Land verantwortlich.

So spricht ein Diktator über Demonstranten. Eine kleine Gruppe habe großen Schaden angerichtet. Welch Widerspruch! Bisher sind weit über 1400 Syrer in den Unruhen getötet worden, etwa 10 000 wurden festgenommen, knapp 11 000 flohen in die Türkei, und 5000 wollen ihre Heimat verlassen. Sie handelten im Namen der Religion, meint Assad. Damit will er von der Wahrheit ablenken.

Syriens Despot sagt auch, dass Teile des Volkes Massaker an den Sicherheitskräften verübt hätten. Dabei sind es seine Elite-Einheiten, die friedlich Protestierende ermorden. Assad hat zu allem Überfluss lächerliche, vage Reformen für einen unbestimmten Zeitpunkt angekündigt. Da dieser Mann weder zur Erneuerung noch zum Abdanken bereit ist, müssen EU und UN den Druck der Sanktionen wesentlich erhöhen. Ändert sich an der fürchterlichen Lage nichts, wird die NATO auch zu Syriens Befreiung militärisch beitragen müssen. Das Volk braucht jede Hilfe dieser Welt. 

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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