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Neues Deutschland: zur Einigung im Tarifstreit des Öffentlichen Dienstes

Archivmeldung vom 01.03.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.03.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Geht es nach den Arbeitgebern, gibt es eigentlich nie Spielraum für Gehaltserhöhungen im öffentlichen Dienst. Die öffentlichen Kassen sind bekanntlich klamm. Umso mehr gilt das in der wirtschaftlichen Krise - für die Gewerkschaften denkbar schlechte Voraussetzung, in die Tarifrunde 2010 einzusteigen.

Gleichzeitig hatten die Beschäftigten über Jahre Nullrunden hinnehmen müssen, während sich durch millionenfachen Stellenabbau die Arbeitsanforderungen verdichteten. Schon in der letzten Tarifrunde 2008, die, ähnlich wie diese, nur durch ein Schlichtungsverfahren zu Ende gebracht werden konnte, hatten ver.di und der Beamtenbund verlangt, dass endlich auch für Krankenschwestern, Lehrer und andere ein Lohnplus drin sein muss. Vom damaligen - sehr notwendigen - Erfolgsergebnis nun wieder auf Null zurückzufallen, das hätten die Gewerkschaften nicht auf sich sitzen lassen können.  Das Lob von Bundeskanzlerin Angela Merkel nun zum beispielhaften Abschluss wird so manchem Gewerkschafter jedoch das Blut in Wallung bringen. War es doch der ganz und gar nicht vernünftige Plan von Schwarz-Gelb gewesen, trotz ohnehin leerer Kassen Steuergeschenke zu verteilen.  Unterm Strich muss der Staat den Gewerkschaften für ihre Durchsetzungskraft dankbar sein: Längst zeichnet sich im öffentlichen Dienst ein Nachwuchsmangel ab. Der Grund: Zu schlecht bezahlt.

Quelle: Neues Deutschland

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