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WAZ: Die RAG und der Öko-Strom

Archivmeldung vom 15.03.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.03.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Der deutsche Steinkohlenbergbau wird wohl im Jahr 2018 die letzte Tonne Kohle aus dem Berg geholt haben. Damit geht eine Epoche zu Ende, eine des Auf- und Abstiegs. Ohne Kohle und Stahl aus dem Revier wäre das Wirtschaftswunder, der Aufbau aus den Trümmern des Zweiten Weltkriegs so nicht denkbar gewesen. Andererseits: Seit den 1960er-Jahren stellten allein Subventionen den Bergbau sicher. 130 Milliarden Euro Steuergeld, die für Bildung und Innovationen fehlten, betonierten eine anti-mittelständische Industriestruktur.

Dennoch bleibt mehr übrig als Hunderte Schächte, Raubbau der Natur, und hübsch anzusehende Industriemuseen. Es bleibt die Kultur des Anpackens, der Toleranz und jede Menge Wissen. Wenn ein Unternehmen wie die RAG in der Lage ist, in 1500 Metern Tiefe Kohle abzubauen, dann ist das ein technologisches Pfund. Es ist also gut, dass die RAG sich nicht allein mit der Abwicklung beschäftigt, sondern versucht, das Wissen nutzbar zu machen. Die Nutzung der Erdwärme in den Schächten und der Halden für Pumpspeicherseen (warum kommt man eigentlich jetzt erst darauf?) sind ein Anfang.

Es macht Sinn, das Know-how in Arbeitssicherheit oder Unter-Tage-Logistik als Dienstleister anzubieten. Und damit die Ewigkeitskosten des Bergbaus zu schmälern. Es macht keinen Sinn, mit diesem Wissen einen dauerhaften Sockelbergbau rechtfertigen zu wollen.

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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