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Neue OZ: Befeuert im Irrglauben

Archivmeldung vom 25.03.2011

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.03.2011 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Wie falsch es war, in Libyen einen Krieg gegen den Gewaltherrscher Muammar al-Gaddafi anzufangen, zeigt sich jetzt. Die Koalition der westlichen Willigen hat sich zur Konfliktpartei gemacht. Und damit zum Brandbeschleuniger in einer riesigen Region zwischen Libyen und Syrien, die vor gewaltigen Umbrüchen steht. Völlig zur Unzeit, denn wer immer dort Gewalt für eine Trumpfkarte hält, wird in diesem Irrglauben durch das westliche Eingreifen bestärkt.

Ganz besonders jene wie der syrische Präsident Baschir al-Assad, die genau wissen: Der Westen verschießt sein Pulver bei Gaddafi. Was nebenan geschieht, entzieht sich damit weitgehend seinem Einfluss. Das animiert Assad zur brutalen Niederschlagung der Proteste in seinem Land. Es lädt militante Palästinensergruppen dazu ein, sowohl die innerpalästinensische Aussöhnung als auch jede Entspannung mit Israel gewaltsam zu hintertreiben. Und es gibt an eine stets kriegsbereite Regierung Netanjahu das Signal, dass niemand sie am Dreinschlagen hindert.

Macht das Schule, so wird es mit Befreiung und Befriedung der Region nichts werden. Offen gesagt: Dann ist es auch völlig egal, ob Gaddafi seine armselige Luftwaffe noch hat oder nicht.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

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