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Politiker wie Tony Abbott (neuer Premierminister Australiens) brauchen wir auch hierzulande

Archivmeldung vom 22.11.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.11.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Schon in der ersten Amtswoche nach seinem Wahlsieg schloss Abbott im Umweltministerium die Hauptabteilung Climate Change und ordnete an, sämtliche staatlichen Zahlungen für die Erforschung des Klimawandels einzustellen. Bei den Klimakonferenzen der Vergangenheit hat sich Deutschland immer wieder mit den damals rot/grünen australischen Vertretern die Bälle zugespielt. Ohne Australien als modernes Industrieland an seiner Seite steht Deutschland mit seiner Klimapolitik und Energiewende unter den relevanten Industrieländern zunehmend als isolierter Tölpel dar, nachdem auch Kanada 2011 und allerjüngst Japan ausgestiegen sind.

Vor allem setzte Tony Abbott mit Greg Hunt einen neuen Umweltminister ein, der in der Klimaszene als profilierter Gegner des Dogmas vom "menschengemachten Klimawandel" bekannt ist. Als wichtigste Maßnahme wird er schnellstens die Abschaffung der in der australischen Bevölkerung und Industrie verhassten Carbon-Tax durchsetzen.

Dass solche Informationen vermutlich viele Leser hierzulande überraschen, liegt vor allem daran, dass die deutschen Medien nur wenig über den so weit entfernten Kontinent Australien berichten. Allenfalls Buschbrände, die für die australische Natur notwendig sind (die Samenkapseln vieler Baumarten springen nur bei Feuer auf) sind grün/roten Schreiberlingen als unzutreffende Belege für "menschgemachten Klimawandel" wenige Zeilen wert. Beliebt sind dagegen sachlich völlig verzerrte Meldungen über Australien. Diese "Tradition" scheint sich mit dem neuen australischen Premierminister Tony Abbott mit neuem Leben zu erfüllen. "Katastrophales" für die AGW-Jünger bahnt sich nämlich an. Da nimmt doch das neue australische Regierungsoberhaupt einfach die Fakten zur Kenntnis und legt in logischer Kosequenz den Sumpf aus Ideologen und Profiteuren der so lukrativen AGW-Hype trocken, ohne auf das Gequake der aufgescheuchten AGW-Frösche zu hören.

Entsprechend giftet die nicht gerade für Faktenorientierung in Klimadingen bekannte Frankfurter Rundschau am 14.Nov.2013 mit dem Titel "Australien schockt Klimagipfel" und schreibt dann weiter "Australien hat auf dem Klimagipfel in Warschau einen Schock ausgelöst. Mit seiner Ankündigung, die eigenen Klimaschutz-Ambitionen einzufrieren und die Mittel für Anpassung in Entwicklungsländern nicht aufzustocken, provozierte das Land heftige Kritik. Umweltverbände zeigten sich empört. Der Schritt sei „ein Schlag ins Gesicht all derjenigen Menschen in den Philippinen, die unter den in ihrer Stärke zunehmenden Extremwetter-Ereignissen zu leiden haben“, sagte Greenpeace-Experte Martin Kaiser der FR. Mit der neuen australischen Regierung werde der UN-Klimaschutz-Prozess erneut „auf den Kopf gestellt“. Julie-Anne Richards, Sprecherin des Climate Action Network aus Australien, fragte konsterniert: „Wie kann die Regierung ihre Klimaschutzpolitik über den Haufen werfen, während der Rest der Welt in Warschau versucht, Fortschritte zu erzielen?“

Aber auch das Handelsblatt titelt in einem offensichtlichen Anfall von Geistesverwirrung am 11.Nov.13 "Australien erklärt der Wissenschaft den Krieg". So ein unendlicher Quatsch! Wie kommt das Handelsblatt auf die abdurde Idee, dass die von Abbott geschlossene Hauptabteilung des Umweltministeriums "Climate Change" etwas mit Wissenschaft im üblichen Sinne zu tun hätte? Ein Teil der weltweiten Klimawissenschaft ist glücklicherweise noch seriös, diese Forscher machen nicht viel Aufhebens, schweigen öffentlich (das Geschrei der AGW-Böotier fürchtend), publizieren in Fachjournalen, kurz, gehen einfach ihrer seriösen wissenschaftlichen Arbeit nach. Was es dagegen mit dem wissenschaftlich fragwürdigen Teil der "Klimawissenschaft" auf sich hat, die man besser als "AGW-Advokatenwissenschaft" bezeichnen sollte, belegen nicht nur im fernen Australien immer wieder seine lautstark sachlichen Unsinn verbreitenden Vertreter. So auch hierzulande stellvertretend Stefan Rahmstorf oder Mojib Latif, die mit ihren medienwirksam konstruierten Aussagen suggerieren, der Wirbelsturm Haiyan sei dem menschgemachten "Klimawandel" zuzuschreiben (hier). Oder der nur vordergründig seriöser daherkommende Schweizer Thomas Stocker (inzwischen wohl zweiter Mann des IPCC nach der fragwürdigen Figur eines Rajendra Pachauri), der in Interviews befremdliche sachliche Klima-Kuriositäten wie etwa eine veränderte Schiefe der Erdachse als Ursache für die mittelaterliche Warmzeit nachfragenden Journalisten andient [1].

Die Realitäten sehen freilich anders aus als es sich S. Rahmstorf, M. Latif, T. Stocker, aber insbesondere auch die vielen Greenpeace-"Experten" vermutlich herbeiwünschen. Bei Greenpeace ist es ideologische Totalresistenz gegen die Realität zu Gunsten eines lukrativen Spenden-Geschäftsmodells, während Leute wie Rahmstorf, Latif, Stocker, Schellnhuber, Schönwiese, Graßl usw. sich ab und an wenigstens noch die Mühe machen die naturwissenschaftlichen Fakten elegant beiseite zu schieben.

Extremwetterereignisse können nun einmal nicht auf menschgemachtes CO2 zurückgeführt werden (hier), das ist nicht nur im IPCC Extremwetterreport (SREX) sondern sogar schon im SPPIEGEL, der FAZ, der WELT usw. nachzulesen. Wie verbohrt, scheinheilig und zynisch müssen die klimafachlich jeder Expertise baren Vertreter von Greepeace eigentlich noch auftreten, damit es die deutsche Öffentlichkeit bemerkt und diesem Verein die Türen vor der Nase zuschlägt? Deutsche Gutmenschen wissen leider nicht, dass sie einem Verein spenden, der es von einer kalifornischen Klitsche zu einer lukrativ agierenden weltweiten Krake gebracht hat, deren Führung sich inzwischen einer eigenen Großyacht erfreut. Einem Verein, der leider nicht mehr das sinnvolle Verhindern des Abschlachtens von Walen betreibt, sondern sich auf Vernichtungsfeldzüge gegen ganze Industriezweige (Kernenergie, Erdölexploration usw.) verlegt hat. Putin lässt grüßen, er verhaftete diese Typen von Greenpeace einfach und hat sich damit Beifall verdient. Wer mag wohl diese fragwürdige Organisation Greenpeace außer deutschen Gutmenschen und Dummköpfen noch finanzieren? Wie weit es dieser unappetitliche Verein bereits gebracht hat, ist daran abzulesen, dass seine Verlautbarungen in den deutschen Medien fast schon wie Verlautbarungen der Bundesregierung gehandhabt werden. In was für einer Welt leben wir!

Zurück zu Abbott! Seine Klima- und Energiepolitik ist sachgerecht, denn sie berücksichtigt die naturwissenschaftlichen Realitäten. Sie ist infolgedessen uneingeschränkt zu begrüßen. Abbott weiß, dass ein hoher anthropogener CO2-Ausstoß günstig für die Welternährung ist, so gut wie nichts mit Erdtemperaturen und schon gar nichts mit Extremwettern oder Meeresspiegelanstiegen zu tun hat. Vielleicht werden jetzt zumindest in Australien Mittel, die früher für unsinnige CO2 Vermeidungsaktionen verschleudert wurden, in den wirklichen Naturschutz umgewidmet. Wenn es so weitergeht, ist nach Sumatra auch bald ganz Borneo abgeholzt. Dies zu verhindern wäre mal etwas Sachgerechtes für unsere deutschen AGW-Krieger und Greenpeace Aktivisten. Doch davon hört man leider nichts.

Schlussendlich schreibt Joachim Wille von der Frankfurter Rundschau auch "Abbott hatte schon als Oppositionsführer befunden, Klimaforschung sei „Mist“, und kaum im Amt schaffte er auch gleich die Klimakommission ab, die die Regierung bisher beraten hatte." Tatsächlich lag Abbott in der Klimafrage schon immer richtig. Es erscheint zweifelhaft, ob für Abbott das von J. Wille geschriebene Statement "Klimaforschung sei Mist“ dem Sinne nach zutrifft, denn Abbott hat mit Sicherheit ausschließlich die hier beschriebene Spezies von Klimaforschung gemeint, nicht die seriöse Klimaforschung.

In Deutschland wäre dringend die Abbott-Politik angezeigt, d.h. in Folge davon die Auflösung des Beirats der Bundesregierung für globale Umweltveränderungen (WBGU) und Entlassen aller WBGU-Wassermelonen (außen grün, innen rot mit braunen Kernen). Ein Revirement des UBA ist ebenfalls unabdingbar. Dies werden freilich fromme Wünsche bleiben, denn Deutschland wird mit Sicherheit das letzte Land der Welt sein, das den Weg der Klima- und Energievernunft beschreitet. Das Erschießen von Deserteuren Ende des 2. Weltkriegs, als die Totalkapitulation bereits unübersehbar und nur noch eine Frage des nächsten Tages war, sind uns noch in historischer Erinnerung. So sind wir Deutschen nun einmal: auch im Irrtum konsequent bis zum Irrsinn.

[1] Roger Köppel, "Warum man Forschern misstrauen muss", Die Weltwoche, Ausgabe 41/2013

Quelle: EIKE - Europäisches Institut für Klima und Energie

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