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BERLINER MORGENPOST: Partner von Zeit zu Zeit

Archivmeldung vom 19.05.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.05.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott

Inmitten des weltpolitischen Trump-Donnerwetters ist Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der Suche nach neuen Partnern, in Teilbereichen zumindest. Beim Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin im Schwarzmeer-Badeort Sotschi am Freitag gab es immerhin Anknüpfungspunkte.

US-Präsident Donald Trump hat etwas geschafft, was keinem seiner Vorgänger gelungen ist: Er hat die transatlantischen Beziehungen von Grund auf erschüttert. Trump ist ein Zerstörer, der sich mit einem obsessiven Drang daran macht, die großen Projekte seines Vorgängers Barack Obama kaputtzuhauen.

Der hohe Krawall-Faktor in Washington treibt Merkel Richtung Osten: Heute Sotschi, eine Woche später trifft sie in Peking den chinesischen Staatschef Xi Jinping. Auch hier geht es um Gemeinsamkeiten in der Iran-Frage und mehr wirtschaftliche Zusammenarbeit.

Doch vor Illusionen muss gewarnt werden. Eine tiefergehende strategische Partnerschaft mit Russland oder China ist nicht in Sicht. Zu weit liegen etwa die Meinungen im Syrien-Konflikt auseinander. Auch beim Ukraine-Thema sind die Unterschiede unverändert groß. In Moskau denkt man nicht im Traum daran, die annektierte Krim zurückzugeben. Und wie das Minsker Abkommen umgesetzt werden soll, bleibt heftig umstritten.

Quelle: BERLINER MORGENPOST (ots) von Michael Backfisch

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