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Rheinische Post: Präsident ohne Amt

Archivmeldung vom 16.01.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.01.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Je lauter die Rufe nach einem Ende der Debatte werden, desto genauer sollte man noch einmal hinsehen. Denn der Kern der Affäre bleibt unaufgeklärt. Die Frage, warum Christian Wulff als Ministerpräsident für den Bau seines Hauses einen anonymisierten Scheck einer Unternehmergattin erhielt und diesen Kredit später, einen Tag, nachdem er von Recherchen eines Journalisten erfahren hatte, in ein aufreizend günstiges Bankdarlehen überführte, ist bis heute nicht beantwortet.

Wen wundert es, dass dies nach Vorteilsnahme im Amt riecht? Zumal weitere Details bekannt wurden, die das Bild des braven Politikers vom Land endgültig ad acta legen. Christian Wulff will dennoch im Amt bleiben. Was bleibt ihm auch übrig? Mit 52 Jahren Bundespräsident a.D.? Keine verlockende Aussicht. Für die Rolle als Mahner, Antreiber, Erklärer der Demokratie fällt Wulff künftig aber aus. Die Funktion, für die er gewählt wurde, kann er nicht mehr ausüben. Wulff ist ein Bundespräsident ohne Autorität geworden. Und damit ein Präsident ohne Amt. Wulffs Hang zum großen Geld ist Thema, wo sein Wort zur Schuldenkrise gefragt wäre. Zynisch formuliert: Natürlich kann Christian Wulff Bundespräsident bleiben. Nur darf er keine öffentliche Rede mehr halten.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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