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Neue OZ: Nicht länger im Schatten

Archivmeldung vom 07.05.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.05.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Erzieherinnen standen in der Öffentlichkeit und innerhalb der Gewerkschaften jahrelang eher im Schatten; sie prägten nicht das Bild, wenn es um Streiks ging. Nun sind sie kämpferischer geworden.

Das liegt auch an den intensiven Debatten zum Ausbau der Kinderbetreuung. Gleichzeitig wachsen die Ansprüche an die Qualität der Krippen und Kindergärten, vor allem in der vorschulischen Bildung. Und Erzieherinnen werden dringend gebraucht, ihr Marktwert ist gestiegen. Das verbessert die Verhandlungsposition der Mitarbeiterinnen gegenüber den Arbeitgebern. Die Kommunen werden daher klare Zugeständnisse machen müssen.

Wenn es um Streiks geht, kämpfen Gewerkschaften meistens für mehr Gehalt. Daher überrascht es auf den ersten Blick, dass Verdi und GEW das Thema Gesundheitsschutz entdeckt haben. Doch das geschieht aus gutem Grund: Bei den Tarifverhandlungen ums Gehalt gilt noch bis Jahresende die Friedenspflicht. Deshalb darf nicht gestreikt werden.

Unabhängig davon ist es richtig, den Blick auf die Arbeitsbedingungen von Erzieherinnen zu lenken. Rückenschmerzen und Dauerlärm erhöhen Krankenstand und Ausfallzeiten. Wenn die Kommunen hier ansetzen und in eine bessere Architektur von Kitas und Krippen investieren, liegt das auch im Interesse der Kinder und ihrer Eltern.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

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